Du stehst morgens auf. Dein Tag beginnt. Wahrscheinlich beginnt er immer ähnlich und du denkst schon gar nicht mehr darüber nach. Wäre morgens auch echt mühsam…

Wir machen viele Dinge, weil wir sie einfach machen. Sie laufen automatisiert ab, was im Prinzip auch gut so ist. Gewohnheiten oder Routinen entwickeln sich im Laufe des Lebens, weil wir Dinge immer gleich gemacht haben. Das Gehirn registriert und speichert das, um zukünftig Kraft und Energie zu sparen. Es greift dann auf Automatismen zurück.
Erfolgreiche Menschen wie Bill Gates, Tony Robbins oder auch Cameron Diaz verdanken sicherlich einen Großteil ihres Erfolges dem Fakt, dass sie sich förderliche Routinen angewöhnt haben.

Und genau da liegt der entscheidende Unterschied. Sie haben sich förderliche Routinen angewöhnt und nicht nur irgendwelche. Das Problem an der Stelle ist nämlich, dass das Gehirn auch hinderliche Gewohnheiten abspeichert. Es ist ihm egal, was wir machen. Wenn diese Handlung mit einer gewissen Kontinuität abläuft, wird sie automatisiert. Punkt.
Was also zunächst positiv erschien, kann auch ganz schnell ins Negative umschlagen. Viele Gewohnheiten verhindern Erfolge und stehen uns selbst im Weg, ohne dass es uns direkt und sofort bewusst ist.

Aber nichts im Leben ist in Stein gemeißelt. Alles, was wir einmal schön sauber und ordentlich im Gehirn in Schubladen verpackt haben, können wir wieder rausholen, wegwerfen und die Schublade neu füllen. Manchmal müssen wir vielleicht etwas suchen, bis wir genau diese Schublade entdeckt haben und manchmal vergessen wir vielleicht sogar, was sich überhaupt in den Schubladen befindet, aber das sollte uns nicht abhalten. Es ist eben wie im wahren Leben. 😉

Wenn du also merkst, dass dein Alltag nicht rund läuft, ist der erste Schritt immer, deine Schubladen zu sortieren und dir erstmal bewusst zu werden, was du über die Jahre eingelagert hast. Erst dann kannst du entscheiden, was du aussortieren und was du wieder – neu sortiert – zurücklegen möchtest.

Schau dir nun an, was du aussortieren wirst. Was möchtest du stattdessen in die Schubladen packen? Wenn du das nicht bewusst entscheidest, wird dein Gehirn schneller wieder einen neuen Inhalt gefunden haben (oder vielleicht auch einfach den alten), als dir lieb ist. Es wird nämlich im Gehirn nicht gern gesehen, wenn Schubladen leer sind. Du solltest deshalb auch nicht alles in einem Rutsch erneuern wollen.

Viele Menschen machen diesen Fehler zu Silvester und nehmen sich vor, dass ab morgen das Leben viel besser und gesünder wird. Ab morgen wollen sie 2x/ Woche zum Sport gehen, kein Fertigessen mehr essen und stattdessen viel Obst und Gemüse, sie wollen mit dem Rauchen aufhören und ihren Stress reduzieren. Hui! Das sind viele, sehr viele Vorhaben. Selbst eines davon stellt viele Menschen schon vor große Herausforderungen, weil sie die Erwartungshaltung haben, dass nach ein paar Tagen alles ganz einfach von der Hand gehen muss. So ist das leider nicht…

Um wieder zurück zu unserer Veranschaulichung zu kommen: Stell dir vor, dass du jede Schublade nicht nur aus- und wieder einräumen musst. Du musst sie gründlich, sehr gründlich reinigen und das vorher abgespeicherte möchte immer wieder und wieder zurück in die Schublade. So, als ob die Dinge ein Eigenleben hätten. 😉 Bewachst du deine Schublade, die du gründlich gereinigt und mit Liebe wieder neu befüllt hast, dann hat Altes keine Chance. Umso länger du durchhältst, desto leichter wird es. Du wirst es aber nicht schaffen, mehrere Schublade gleichzeitig zu bewachen. Das kann sehr sehr anstrengend werden und geht leider viel zu oft schief, weil du nicht überall gleichzeitig sein kannst.

Nimm dir deshalb lieber im ersten Schritt nur EINE Ausmistaktion vor. Die dafür gründlich und mit Erfolg!

Weißt du gar nicht, wo du eigentlich anfangen sollst? Oder hast du schon einige Male probiert, hinderliche Gewohnheiten abzulegen?

Dann hilft dir sicher, ein bisschen Unterstützung zu erhalten. Gemeinsam checken wir deinen Tag, finden die Stolpersteine und entwickeln konkrete Schritte für deinen gelassenen Alltag!