„Funktionieren“, To-Dos im Kopf haben und von einer Aufgabe zur nächsten hüpfen…

Kennst du das, im Trott des Alltags gefangen zu sein?

Es gibt doch nichts schlimmeres, als den ganzen Tag zu erledigen, abends vollkommen geschafft zu sein, aber eigentlich auch gar nicht mehr genau zu wissen, was über den Tag alles gelaufen ist.

An der Stelle verlieren wir nämlich das große Ganze aus den Augen.

Natürlich ist es gut, sich zu fokussieren und sich auf die Aufgabe vor sich zu konzentrieren. Es ist hilfreich, das Drumherum für einen Moment ausblenden zu können, um zielstrebig ein To-Do zu beenden.

Das stelle ich nicht in Frage!

Manchmal gibt es aber eine Zeitspanne in meinem und wahrscheinlich auch in deinem Leben, in der nur noch von einem zum anderen gedacht und gerannt wird. Dabei gehen wir das Risiko ein, uns und unsere langfristige Vision, unseren Fokus zu verlieren. Und das birgt die Gefahr, dass wir uns „kaputt“ arbeiten.

Mit „arbeiten“ meine ich übrigens sowohl unser Berufs- als auch unser Privatleben. Unser Aufgabenpaket ist in der Regel sehr vielseitig und auch privat haben wir viele Erledigungen anzupacken, die uns näher an ein bestimmtes Ziel bringen, die aber nicht immer Erholung bedeuten.

Anfang Oktober war ich mit meiner Familie vier Tage an der Ostsee gewesen.

Ich liebe das Meer und den Wind. Ich liebe Strandspaziergänge und den Blick aufs Meer, der so unendliche Weiten erahnen lässt. Ich liebe den Wind am Meer und wenn die Sonne so schön aufs Wasser scheint. Und ja, ich liebe sogar den Regen am Meer und wenn der Strand menschenleer und so friedlich ist.

Ich liebe auch meine Heimat, die Felder und Wiesen, die Wälder, das tobende Stadtleben von Berlin und die vielen Freizeit- und Unterhaltungsmöglichkeiten. Und ich liebe meine Arbeit.

Und trotzdem muss ich manchmal durchatmen, den Kopf frei bekommen und die Seele baumeln lassen.

Vier Tage sind keine lange Zeit, das stimmt. Aber um die Länge der Auszeit geht es in erster Linie auch nicht. Es geht um die Qualität der Zeit.

Ob vier Tage Ostsee, zwei Wochen Karibik, eine Stunde in der Badewanne, 30 Minuten lesen oder oder oder: Manches ist öfter realisierbar und manches gilt als Ausnahme.

Gibt es solche Oasen in deinem Leben? Oasen, in denen du so richtig Kraft tanken und deine Energie wieder aufladen kannst?

Ja, die Zeit müsstest du dir nehmen und ja, manchmal scheint es, als wäre diese Zeit nicht übrig und als ginge das eben nicht.

Auf den ersten Blick mag das stimmen. Auf den zweiten Blick fällt das Kartenhaus aber sehr schnell zusammen…

Denn was passiert, wenn du dir nie oder zu selten Zeit für dich nimmst? Was passiert, wenn du von dir immer in erster Linie Leistung erwartest und die Erfüllung kurzfristiger Aufgaben über dein langfristiges Wohl stellst?

Dein Wohlbefinden leidet. Deine Zufriedenheit wird weniger. Dein Fokus verschiebt sich auf Zeitnot und auf das Empfinden, nicht mehr alles schaffen zu können. Im nächsten Schritt wirst du krank, dein Körper und deine Psyche leiden unter dem dauerhaften Druck.

Die Folge ist, dass du dich von dem, wofür du das eigentlich alles machst, immer weiter entfernst – nämlich von deiner Lebensvision, von deinem Traum.

 

Auszeiten – und seien sie noch so kurz – helfen dir, wieder bei dir anzukommen und deinen Fokus von ausschließlich kurzfristigen Aufgaben wieder auf deine langfristige Vision zu lenken. Richtig abschalten und entspannen zu können, hilft nicht nur, Kraft und Energie zu tanken, sondern wieder zu erden, Abstand zu gewinnen und der zum Teil selbstauferlegten Hektik zu entkommen.

Es hilft dir, deine Bedürfnisse wahrzunehmen, zu spüren, was du brauchst, aber auch Wichtigkeiten und Prioritäten wieder besser einschätzen zu können.

Zurück von der Ostsee hatte ich das Gefühl, das Meer und die Atmosphäre haben mich entschleunigt. Der Blick auf die anstehenden Aufgaben verändert sich. Ich habe einiges von der Wichtigkeit verändert und mich neu fokussiert.

Nun können wir nicht immer vier Tage an die Ostsee oder in die Berge fahren, wenn wir das Gefühl haben, dass uns unser Alltag überrennt. Und das müssen wir auch nicht! Bewusst durchatmen zu können, bewusst abschalten und die Gedanken umlenken zu können, kannst du lernen und

trainieren. Und so schaffst du es auch, in deutlich kürzerer Zeit wieder mehr Fokus zu erlangen.

Was tut dir so richtig gut und vor allem, wo hast du Zeit nur für dich und für deine Gedanken? Ist es ein warmes Bad, eine Runde joggen, ein Spaziergang an der frischen Luft, der Besuch im Fitnessstudio oder eingekuschelt auf der Couch mit einem guten Buch? Wobei kannst du so richtig abschalten, deinen Gedanken freien Lauf lassen und Abstand gewinnen? Das solltest du für dich herausfinden.

Wenn es sich für dich schwer anfühlt, dir diese Freiräume und Auszeiten zu schaffen und du sie letztlich dann doch meistens streichen musst, liest du in diesem Blogartikel acht Tipps, wie du es schaffen kannst, regelmäßig Zeit für dich zu haben!